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  Aktuelles aus Hessen 

Schwindel in schwindelnder Höhe
Im Frühjahr haben die "Dach-Haie" Hochsaison


Drei untrügliche Anzeichen für den Frühling: Die Vögel beginnen mit dem Nestbau, die Bäume tragen erste Knospen und dubiose Handwerkerkolonnen bieten ihre Dienste an der Haustüre an.

Die Freude über die ersten beiden Frühlingsboten kann sehr schnell durch die mobilen Handwerkerkolonnen, im Branchenjargon auch „Dach-Haie“ genannt, getrübt werden. Denn wer sich an der Haustüre zur Auftragserteilung für eine Dachüberprüfung oder Dachreparatur drängen lässt, muss dieses Geschäft oft teuer bezahlen. 

Auch ohne Überprüfung steht für diese dubiosen „Handwerker“ von vornherein fest, dass hier das Potenzial für eine überteuerte Dachreparatur oder –sanierung vorhanden ist. Unabhängig vom tatsächlichen Dachzustand wird ein dringender Handlungsbedarf erklärt. Zum Glück habe man gerade ohnehin in der Nähe zu tun oder verfüge über einen Sonderposten günstigen Materials. Meist noch schneller als die so überrumpelten Hausbesitzer ihre Unterschrift unter den Auftrag setzen, beginnen die Arbeiten am vermeintlich schadhaften Dach. Gründe für diese Eile sind die Aushebelung des gesetzlich garantierten Rücktrittsrechts bei Haustürgeschäften und die Absicht, dass durch den Dachabriss nachträglich nur schwer nachgewiesen werden kann, dass sich das Dach eigentlich in einwandfreiem Zustand befand – also keinerlei Reparaturbedarf bestand.

Um möglichst viele solcher gewinnbringenden Aufträge abzuarbeiten, wird von den „Dach-Hausierern“ in den meisten Fällen erklärt, die arbeitsintensivere (und qualifizierte Facharbeit erfordernde) Optimierung der Wärmedämmung sei nicht notwendig. Der Auftraggeber möge daher bitte kurz unterschreiben, dass er auf diese Arbeiten verzichtet. Damit aber verstößt nun der Hausbesitzer gegen geltendes Recht – oder besser gesagt: Er übernimmt für den Rechtsverstoß der Handwerkerkolonne die Verantwortung. Denn die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt zwingend eine Wärmedämmung nach aktuellen Richtlinien vor, wenn mehr als 10% der Dachfläche repariert werden.

  

 

links:
Vom abenteuerlichen Gerüst (für das auch der Auftraggeber haftet) bis zur überteuerten Berechnung oft nicht notwendiger Reparaturen reicht auch in diesem Frühjahr wieder die „Angebotspalette“ hausierender mobiler Arbeitskolonnen im Dachbereich.  


Eine seriöse Dachüberprüfung nach dem Winter und eine mögliche Dachreparatur aufgrund des Ergebnisses dieser Überprüfung erfolgt bei Dachdecker-Innungsbetrieben ausschließlich auf Anforderung des Kunden und nicht über „Drücker-Kolonnen“. Üb-rigens werden bei diesen objektiven und fachmännischen Dach-Checks auch etwa vorhandene Solarmodule und deren Befestigung bzw. Anschluss an die Dacheindeckung einer gründlichen Inaugenscheinnahme unterzogen. Auch das ist ein weiterer Unterschied zum „schnellen Geschäft“ der Dach-Haie an der Haustüre.

Werden im Rahmen einer seriösen Überprüfung Schäden am Dach festgestellt, erhält der Hausbesitzer dann ein nachvollziehbares Angebot, über das er in Ruhe – und nicht zwischen „Tür und Angel“ – entscheiden kann.


Dies gilt übrigens auch für die Schadensfeststellung nach Unwettern. Auch solche Situationen nutzen unseriöse Handwerker-kolonnen gerne aus, um Hausbesitzer möglichst direkt im Anschluss an ein Unwetter zur übereilten Auftragserteilung zu nötigen.

Qualifizierte Dachdecker-Fachbetriebe in der Nähe können alle Hausbesitzer, die sich für die durchaus empfehlenswerte Überprüfung ihres Daches entscheiden, bei der regionalen Dachdecker-Innung erfragen oder auf dieser Homepage finden.

 

 

 


Von oben – und nicht von gestern

Dachdecker sind Handwerker und Trendsetter

 

 

Auch wenn der Begriff des „Steindeckers“ bereits Ende des 13. Jahrhunderts in alten Chroniken wohl erstmals Erwähnung findet – die Dachdecker von heute sind dennoch keine Handwerker von gestern. Denn ob es um Energiesparen, Umweltentlastung oder Solartechnik geht: Dieses über 700 Jahre alte Handwerk war von jeher seiner Zeit voraus. Gute Zukunftsaussichten also für alle, die sich für eine Ausbildung in diesem Handwerk entscheiden.

1973 traf die erste „Energiekrise“ die westliche Welt. Und als eines der ersten Gewerke überhaupt war es das Dachdeckerhandwerk, das sich fortan intensiv mit erneuerbaren Energien beschäftigte: mit der Solartechnik.

Unabhängig von allen Förderungen wird die Sonnenkraft zur Energiegewinnung auch künftig an Bedeutung zulegen. Ob die Module zur Stromerzeugung oder Warmwasserbereitung fachgerecht auf vorab geprüfte Dächer montiert, als vollwertige Dacheindeckungselemente in die Dachfläche integriert oder gar als Solarfassade installiert werden: Dachdecker sorgen dafür, dass diese „Kraftwerke“ jahrzehntelang zuverlässig arbeiten können.

Als Fachgewerk für die gesamte Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik sind Dachdecker auch Experten für die größte Energieressource, über die wir verfügen: die Energievermeidung. Die optimale Wärmedämmung der gesamten Gebäudehülle – von der Dachdämmung bis zur „Vorgehängten hinterlüfteten Fassade“ (VHF) mit darunter liegender Dämmschicht – kann den Primärenergieverbrauch um bis zu 60% senken.

Wer mehr wissen will über die Ausbildung in einem Handwerk mit Vergangenheit und Zukunft und seine Karriere vom ersten Ausbildungstag an „ganz oben“ beginnen will, erfährt alles über den Beruf Dachdecker im Internet unter www.DachdeckerDeinBeruf.de, bei der regionalen Dachdecker-Innung (die auch Ausbildungsbetriebe in der Region kennt) und auf dieser Homepage.
Begrünte Dächer, vielfach mit ganzen Park- und Gartenlandschaften auf der obersten Geschossdecke, schaffen Kleinstbiotope in Stadtzentren. Darüber hinaus wirken begrünte Dächer wie natürliche Klimaanlagen für das Gebäude und optimieren den Schallschutz. 

Eines der Zukunftsprojekte in diesem Arbeitsfeld des Dachdeckerhandwerk heißt „Urban Farming“, bei dem ganze Nutzgärten auf Dächern entstehen können.

Bei allen guten Zukunftsperspektiven sind die Dachdecker natürlich auch ihrer Tradition als echte Handwerker treu geblieben: Sie decken Dächer mit keramischen Ziegeln, mit Betondachsteinen, mit handbehauenen Schieferplatten, mit Holzschindeln, mit Bitumen- oder Kunststoffbahnen und mit allen Arten von Metall.

 
 

Bitte beachten Sie folgende Dokumente:


 1-4-13HE.pdf
 2-4-13HE.pdf
 1-3-13HE.pdf
 1-2-13HE.pdf
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